Der Wagen 314 beim Omnibusverein
Bei der Übernahme durch uns befand sich Bus trotz seines Alters von mittlerweile fast 26 Jahren noch
in einem guten Erhaltungszustand. Während Motor und Getriebe noch tadellos funktionierten
standen nichts desto trotz wichtige Instandhaltungsarbeiten an, da an vielen Stellen dennoch der
'Zahn der Zeit' zum Vorschein kam. Eines der ersten wichtigen Probleme, das es zu lösen galt, war das
Finden eines geeigneten Standortes. Ein erster Stellplatz im Freien im Süden Münsters
hat sich nicht lange als geeignet herausgestellt. Wenige Wochen später konnte ein neuer Stellplatz
mit Überdachung gefunden werden, wodurch der Bus jetzt vor Nässe geschützt im Trockenen steht.
Danach konnte mit den Restaurierungsarbeiten begonnen werden.
So hatte der Bus während des Einsatzes bei den Privatfirmen im Nachläufer Reisebussitze erhalten, die
für einen Museumswagen unserer Ansicht nach völlig unpassend waren. Sie konnten
mittlerweile durch originale grüne Plastikledersitze ersetzt werden.
Die aber wohl wichtigste Aufgabe überhaupt ist die Beseitigung der vielen Roststellen, welche
sich vielfach am unteren Rand der Seitenbleche sowie der Dachkante gebildet hatten. Ein erster
Teil der Arbeiten wurde im Frühjahr 2001 in Angriff genommen. Vielfach mussten dabei die
verrosteten Bleche ganz ausgeschnitten werden und neue Bleche angeschweisst werden.
Nachdem im Juni 2001 ein erster Teil der Verblechungsarbeiten fertiggestellt werden konnte, konnte der
Wagen wieder in seinen ursprünglichen orangen Anstrich zurück lackiert werden.
Der weisse Zierstreifen unten soll erst dann wieder angebracht werden, wenn die Reparaturen an den Blechen
vollständig abgeschlossen sein werden.
Am 24.06.2001 als die Stadtwerke Münster ihr 100-jähriges Bestehen mit einem Tag der
offenen Tür auf dem Betriebsgelände feierten, konnte der Wagen 314 dann erstmals wieder
der Öffentlichkeit vorgestellt werden und zusammen mit vielen anderen Oldtimerbussen an einem
Fahrzeugkorso teilnehmen.
Erste Sonderfahrten konnten mit dem Bus ebenfalls schon durchgeführt werden. Trotzdem stehen
nach wie vor noch weitere Instandhaltungsarbeiten an, die voraussichtlich noch Monate bis Jahre
dauern werden.
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